ZWEI KUNSTWELTEN IM EINKLANG – GEMEINSAM FÜR DIE UKRAINE

Anlässlich des Chorfest Leipzig im Mai 2022 trifft nach einer Idee der Berliner Produktionsfirma LOAD! für Einklang der Kölner Chor d’acCHORd um Chorleiter Niklas Genschel auf den digitalen Künstler Max Schweder aus Dortmund. Zusammen wagen sie sich an ein außergewöhnliches Kunstprojekt: Aus der stimmlichen und musikalischen Interpretation des Friedenssongs NO! der deutschen Indie-Band Bukahara wird durch modernste Aufnahmetechnik digitale Kunst in Form von vom Künstler eigens programmierten Formen und Farben auf einer großen LED-Wand transformiert. Das dabei entstehende Kunstwerk wird als NFT (Non-Fungible Token) in einem 24h Drop zum Verkauf stehen. Die Erlöse kommen den Betroffenen des brutalen, sinnlosen Krieges in der Ukraine zugute. Ein Chor singt für den Frieden und lässt dabei Musik zu einem digitalen Kunstwerk werden. Ein Filmteam hat den Entstehungsprozess dokumentarisch begleitet, das Ergebnis ist ab sofort über die ARD Mediathek abrufbar.

Was steckt technisch dahinter und welche Bedeutung hat die Digitalität bereits in der Kunst? Werden die analogen Künste mehr und mehr abgelöst? Ist die Zukunft der Kunst “digital”? Die Doku zeigt den Weg bis zum Tag der Performance und das audiovisuelle Zusammenspiel der so unterschiedlichen Kunstformen. Welche Herausforderungen und welche neuen Ansätze entstehen bei so einer experimentellen Live Jam Session? Darüber hinaus gibt die Doku einen tieferen Einblick in die Welt der digitalen Kunst und stellt die durchaus berechtigte Frage: was kann digital besser? Was sind NFTs und gibt es eine Zukunft für den digitalen Kunstmarkt und digitale Künstler*innen? Wir erleben konträr die Bedeutung der analogen Kunst Chormusik und warum immer wieder – zu Zeiten von Angst und Gewalt – das gemeinsame Singen zum Zeichen der Hoffnung wird. Ein Crossover, das verbindet: Musik und Farben, analog und digital, Technologie und Kunst, aber auch Menschen mit einer gemeinsamen Vision.

 

Direkt zum Beitrag in der Mediathek hier.