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Die Welt, wie sie sich uns darstellt, ist komplexer geworden. Die Anzahl der losen Informationsenden, die in unsere Wahrnehmungsbereiche hineinragen, hat sich explosionsartig erhöht. Ob Technologie, Wissenschaft oder Politik: Die Zusammenhänge sind vielschichtiger und widersprüchlicher geworden. Die Art und Weise, wie sich Öffentlichkeit organisiert, politische Diskurse geführt werden und wie wir arbeiten und zusammenleben, hat sich in den letzten zwanzig Jahren stark verändert. An alldem hat die Digitalisierung aller Lebensbereiche ihren nicht zu unterschätzenden Anteil. Die Werkzeuge, die sie kreiert, werden von den Menschen heute selbstverständlich genutzt, und wir stehen nun vor der epochalen Aufgabe, die zahlreichen neuen Verbindungen von digitaler und analoger Welt, also die Digitalität, zu untersuchen: phänomenologisch, soziologisch, philosophisch, technisch und – als Kerndisziplin der AKADEMIE – künstlerisch.

Wie reagiert das Theater auf diese Veränderungen? Mit welchen Erzählweisen, Versuchsanordnungen und technologischen Erfindungen? Welches Know-How brauchen Theaterschaffende jetzt? Und welches in der Zukunft? Welche Werkzeuge können und müssen die Theater selbst entwickeln? Für welche Berufsfelder der Darstellenden Kunst müssen wir als technikaffine Kunstschaffende neue Möglichkeiten der Weiterbildung anbieten? Welche neuen Möglichkeiten der Narration ziehen in das Theater ein, katalysiert durch neue Technologien? Welche gesellschaftlichen Debatten können in den Theatern durch die Anwendung digitaler Technologien aufgegriffen oder sogar angestoßen werden? Was sind die Themen der Digitalen Moderne? Wie lässt sich Technologie – als Mittel der Herstellung und Gegenstand der Betrachtung – in einem künstlerischen Möglichkeitsraum sinnlich erfahren und diskutieren?

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next call

The next call will start on February 03, 2020 and will cover the research period February 01, 2021 to June 27, 2021.

DIGITAL EXPERIENCES

Since spring 2019, the newly founded Dortmunder Akademie für_Theater_und_Digitalität has been investigating the possibilities of the performing arts in digital modernity and researching new technologies, working structures, narratives and definitions. Next Level presents the work of this model project for digital innovation, applied research, and artistic-technical education and training. In addition, Next Level offers the first generation … Continued

Fellowships

AUSSCHREIBUNG WINTER 2020

Finanziert durch die Kulturstiftung des Bundes vergibt die Akademie insgesamt 54 Stipendien in den Jahren 2019 – 2021 für jeweils fünf Monate, in der Regel für die Monate September bis Januar und Februar bis Juni.

Die Ausschreibung richtet sich an Fellows, die an der Erforschung von künstlerisch-technischen Zusammenhängen bei digitalen Narrationen in theatralen Räumen sowie deren praktischer Umsetzung interessiert sind. Erwartet werden Postgraduierte aus künstlerischen und / oder technischen Bereichen der Darstellenden Künste, die in digitalen Methoden (Motion Capturing, Coding, VR, AR, Robotik, Informatik) forschen und arbeiten wollen.


BEWERBUNG

Die nächste Ausschreibung startet am 03. Februar 2020 und bezieht sich auf den Forschungszeitraum 01. Februar 2021 bis 27. Juni 2021.


DIE JURY

  • Dr. Inke Arns (HMKV Dortmund)
  • Dinesh Chenchanna (ZDF Mainz)
  • Tina Lorenz (Staatstheater Nürnberg)
  • Prof. Sabine Sachweh (FH Dortmund)
  • Nora Al-Badri (Medienkünstlerin Berlin)
  • Prof. Friedrich Kirschner (HfS Berlin)
  • Hubert Eckart (DTHG)
  • Mario Simon (Technisch-Künstlerische Leitung)
  • Marcus Lobbes (Künstlerischer Leiter)
  • Kay Voges (Gründungsdirektor)

BewerbungOpen Call (English)

Team

Kay Voges ist seit 2010 Intendant des Schauspiel Dortmund und arbeitet seit 1998 als Regisseur für Schauspiel und Oper – z.B. am Schauspiel Dortmund, der Staatsoper Hannover, der Oper Dortmund, dem Schauspiel Frankfurt, am Staatsschauspiel Dresden, an den Staatstheatern Darmstadt und Kassel, am Theater Magdeburg, am Theater Bonn sowie an den Bühnen von Münster und Moers. Wichtige Arbeiten waren Voges’ Theateradaption von Der Meister und Margarita (2012), Einige Nachrichten an das All von Wolfram Lotz, das als multimediale Begegnung zwischen Theater und Film die Spielzeit 2012/2013 im Schauspielhaus eröffnete) und seine Theaterbearbeitung von Vinterbergs Das Fest. Mit der Multimedia-Performance DAS GOLDENE ZEITALTER – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen (2013) setze er seine Arbeit an der Schnittstelle von Theater und Film-/Videokunst fort, auch sein gefeiertes Debüt als Opernregisseur mit Tannhäuser oder der Sängerkrieg auf Wartburg (Oper Dortmund, 2013) knüpfte fulminant daran an. Für seine Regiearbeiten wurde Kay Voges mehrfach ausgezeichnet. 2017 wurde seine Inszenierung Die Borderline Prozession zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Einige Nachrichten an das All gewann beim NRW-Theatertreffen 2013 den Hauptpreis als „Beste Inszenierung“, der Film zur Inszenierung wurde beim Artodocs International Filmfestival in St. Petersburg mit dem ersten Preis für die beste Regie und beim Sunset Film Festival Los Angeles mit dem zweiten Preis in der Kategorie „Experimental Film“ ausgezeichnet. Voges‘ Arbeiten forschen konsequent an der Schnittstelle von Theater und Digitalität – Anlass für ihn, 2017 die Gründung der Akademie zu initiieren und als Gründungsdirektor zu fungieren.

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kay.voges@theater.digital
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+49.231.5022452

Marcus Lobbes arbeitet seit 1995 als Regisseur und Ausstatter im Musik- und Sprechtheater. Seine Schwerpunkte sind kompromisslose Klassiker-Umsetzungen sowie zahlreiche Ur- und Erstaufführungen in vielen renommierten Theatern der Republik (Düsseldorfer Schauspielhaus, Theater Freiburg, Nationaltheater Mannheim, die Staatstheater in Kassel, Mainz, Saarbrücken, Darmstadt und Braunschweig, Schauspiel Dortmund, Wuppertaler Bühnen u.v.a.). Neuartige kollektive Arbeitsformen mit den Ensembles und sein enger Kontakt zu zeitgenössischen Autor_innen zeichnen seine künstlerische Handschrift aus. Neben zahlreichen Einladungen und Auszeichnungen hält sein Ansatz auch in der Nachwuchs-Ausbildung Einzug: So wurde er in der jüngsten Zeit als Gastdozent und Redner an die Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg, das Salzburger Mozarteum, die Universität Rostock, die Hochschule Mainz, die Kunstuniversität Graz und die Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf eingeladen.

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marcus.lobbes@theater.digital
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+49.231.22614331

Michael Eickhoff studierte Geschichtswissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie in Bielefeld und Paris. Während seines Studiums arbeitete er u.a. am Deutschen Literaturarchiv Marbach, am Institut Mémoires de l‘Édition Contemporaine in Paris sowie an der Universität Bielefeld (Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft und Fakultät für Geschichtswissenschaft). Seine Arbeit am Theater begann er am Theater Bielefeld, noch als Regieassistent, später als Produktionsleiter. Der Wechsel in die Dramaturgie führte ihn für kurze Zeit an das Berliner Ensemble, gastweise an das Staatstheater Wiesbaden und von 2003 bis 2009 an das Theater Bonn, wo er mit zahlreichen Regisseuren Inszenierungen, Projekte, Szenische Lesungen etc. realisierte. Seit der Spielzeit 2010/11 ist Michael Eickhoff Chefdramaturg am Schauspiel Dortmund.

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michael.eickhoff@theater.digital
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+49.231.22614336

Veronika Ortmayr studierte Philosophie, Germanistik, Kulturwissenschaften und Medienkulturanalyse. Danach arbeitete sie als freie Journalistin und Autorin im Bereich Kultur, bis sie 2014 als Referentin der Intendanz ans Düsseldorfer Schauspielhaus wechselte. Bereits seit Ende der 1990er Jahre beschäftigt sie sich mit Künstlicher Intelligenz und neuen Technologien, als IT- Managerin arbeitete sie vor dem Masterstudium mehrere Jahre für Siemens SBS. Besonders interessieren sie Genderaspekte von Menschmaschinen und die Kulturgeschichte der Digitalität. Seit Anfang 2019 gehört sie als Referentin der künstlerischen Leitung zum Team der Akademie. Ortmayr stammt aus der Nähe von Wien und lebt in Düsseldorf.

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veronika.ortmayr@theater.digital
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+49.231.22614332

Der gebürtige Karl-Marx-Städter studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, Institut für Schauspielregie. Neben seiner Regiearbeit und leitenden Positionen an Theatern der alten und neuen Bundesländer (Augsburg, Oldenburg, Altenburg/Gera) entwickelte er die Onlineportale für den ZDF.theaterkanal und www.theatertexte.de. Von 2007 bis 2014 baute er die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg mit Sitz in Ludwigsburg mit auf, zuletzt als Studiengangskoordinator Regie, danach war er von 2016 bis Frühjahr 2019 Leiter des KBB / Künstlerischer Produktionsleiter am Volkstheater Rostock.

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kai.festersen@theater.digital
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+49.231.22614335
Mario Simon studierte nach dem Abitur Germanistik, Literatur- und Kulturwissenschaften, Film- und Medienwissenschaften sowie Philosophie an der Universität Bonn, der TU Dortmund und in Hagen. In Bonn arbeitete er von 2010-2011 im Forschungsprojekt „Mediatisierte Welten“ – Deliberation im Netz: Formen und Funktion des digitalen Diskurses am Beispiel des Microblogging-Systems Twitter“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Für das Schauspiel Dortmund arbeitete Mario Simon erstmals bei Einige Nachrichten an das All (Regie: Kay Voges, Beste Inszenierung NRW Theatertreffen 2013, 2. Platz Experimental Film Sunset Filmfestival Los Angeles). Seit 2013 ist er fest im Ensemble, seit 2014 als Videokünstler und Leiter der Videoabteilung. In dieser Funktion arbeitete er mit Kay Voges (u.a. Die Borderline Prozession und Die Parallelwelt), Claudia Bauer, Jörg Buttgereit und Klaus Gehre: Minority Report – der Live-Film sowie mit dem Regiekollektiv sputnic am ersten Live-Animationsfilm der Welt: Die Möglichkeit einer Insel und Marcus Lobbes bei Ich, Europa. 2017 wurde Mario Simon mit dem Nachwuchsförderpreis des Landes NRW ausgezeichnet.
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mario.simon@theater.digital
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+49.231.22614333

Lucas Pleß, geboren im Orwell‘schen 1984, arbeitet als Software Developer an verschiedenen Kreativprojekten. Das Studium der Technischen Informatik prägt auch seine Freizeit, in der er sich mit Schaltungsbau, Lasern und blinkenden Gadgets beschäftigt. Als Ausgleich zum Computerleben ist er leidenschaftlicher Mountainbiker und Kletterer. 2013 entwickelte Lucas Pleß für Der Live-Code: Krieg und Frieden im globalen Dorf (Regie: Daniel Hengst) diverse Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine, diese Arbeit führt er beim Projekt Bioadapter mit Daniel Hengst (auf dem Schauspiel Dortmund-Festival CYBERLEIBER 2013 – Letzte Dramen zwischen Mensch und Maschine) und zuletzt bei 4.48 Psychose von Sarah Kane (Regie: Kay Voges) fort.

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lucas.pless@theater.digital

Der gebürtige Dortmunder Philipp Kramer ist seit früher Kindheit begeisterter Bastler. Das Interesse an Automatisierung in Hard- und Software vertiefte er in einem Studium der Angewandten Informatik mit dem Schwerpunkt Robotik an der Technischen Universität Dortmund. Zur Unterstützung in den Themen Technik und Digitalität ist er seit 2019 an der Akademie tätig.

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philipp.kramer@theater.digital

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